Wildrosen in Ob- und Nidwalden

Melde- und Kartierprojekt Wildrosen 2020

In ihrem Jubiläumsjahr 2020 hat die Naturforschende Gesellschaft Ob- und Nidwalden (NAGON) ein Melde- und Kartierprojekt zu Wildrosen durchgeführt. Zu den Wildrosenvorkommen in den beiden Kantonen war nicht viel bekannt. Wir wollten die ökologisch wertvollen Wildrosen bekannter machen und die botanischen Kenntnisse zu den einzelnen Wildrosenarten erweitern.

  • Hans Burch. Oberwilen
  • Albert Bucheli. Haltenstrasse, Kerns
  • Andreas Traber. Chäppeli, Lungern
  • Barbara Dall'Omo. Zwischen Lütholdsmatt und Melchegg
  • Barbara Meyer. Chäppeli, Lungern
  • Bea Brander. Herzlisee, Engelberg
  • Brigit Holenstein. Damm Gerisbach, Wilen
  • Carlo Röthlin. Chli Schlierli, Sarnen
  • Carlo und Ruth Odermatt. Wald ob Ennetmoos
  • Christoph Hochstrasser. Wilti, Ennetmoos
  • Christoph Hochstrasser. Stanserhorn
  • Doris Hellmüller. Wohnhaus Niklaus und Dorothee, Flüeli-Ranft
  • Eugen Gasser. Brünigstrasse, Lungern
  • Franz Enderli. Stepfen, Melchtal
  • Gaby Müller. Etschenried
  • Georges Moser. Bei Autobahnausfahrt, Hergiswil
  • Hans Galliker. St. Jost, Ennetbürgen
  • Hans Kneubühler. Aemsigenplangge
  • Heinz Buholzer. Wilen
  • Ingrid Schär. Holzwand-Chappeli, Dallenwil
  • Ivo. Klettergarten Ergglen
  • Jörg Näpflin. Regenrüti, Ennetbürgen
  • Juliane Husistein. Aawasser, Oberdorf
  • Kyra Lüthi. Wichelsee, Kägiswil
  • Luzia Odermatt. Trüebsee, Wolfenschiessen
  • Maria Ettlin. Wichelsee, Kägiswil
  • Martin Trüssel. Cheselenflue, Kerns
  • Monika Del Conte. St. Jakob, Ennetmoos
  • Monika Egli. Klewenalp, Beckenried
  • Prisca Odermatt. Am See, Buochs
  • Regula Graf. Tierligarte, Wolfenschiessen
  • Romy Camenzind. Talstation Fürenalpbahn, Engelberg
  • Rosmarie Aeschbacher. Sarneraa, Alpnach
  • Sandra Marti. Bödmeralp, Engelberg
  • Silvia Limacher. Sarneraa Nähe Bahnhofstrasse
  • Sonja Dillier. Stock, Kerns
  • Hans Burch. OberwilenImage: Hans Burch, Wildrosenprojekt NAGON1/36
  • Albert Bucheli. Haltenstrasse, KernsImage: Albert Bucheli, Wildrosenprojekt NAGON2/36
  • Andreas Traber. Chäppeli, LungernImage: Andreas Traber, Wildrosenprojekt NAGON3/36
  • Barbara Dall'Omo. Zwischen Lütholdsmatt und MelcheggImage: Barbara Dall'Omo, Wildrosenprojekt NAGON4/36
  • Barbara Meyer. Chäppeli, LungernImage: Barbara Meyer, Wildrosenprojekt NAGON5/36
  • Bea Brander. Herzlisee, EngelbergImage: Bea Brander, Wildrosenprojekt NAGON6/36
  • Brigit Holenstein. Damm Gerisbach, WilenImage: Brigit Holenstein, Wildrosenprojekt NAGON7/36
  • Carlo Röthlin. Chli Schlierli, SarnenImage: Carlo Röthlin, Wildrosenprojekt NAGON8/36
  • Carlo und Ruth Odermatt. Wald ob EnnetmoosImage: Carlo und Ruth Odermatt, Wildrosenprojekt NAGON9/36
  • Christoph Hochstrasser. Wilti, EnnetmoosImage: Christoph Hochstrasser, Wildrosenprojekt NAGON10/36
  • Christoph Hochstrasser. StanserhornImage: Christoph Hochstrasser, , Wildrosenprojekt NAGON11/36
  • Doris Hellmüller. Wohnhaus Niklaus und Dorothee, Flüeli-RanftImage: Doris Hellmüller, Wildrosenprojekt NAGON12/36
  • Eugen Gasser. Brünigstrasse, LungernImage: Eugen Gasser, Wildrosenprojekt NAGON13/36
  • Franz Enderli. Stepfen, MelchtalImage: Franz Enderli, Wildrosenprojekt NAGON14/36
  • Gaby Müller. EtschenriedImage: Gaby Müller, Wildrosenprojekt NAGON15/36
  • Georges Moser. Bei Autobahnausfahrt, HergiswilImage: Georges Moser, Wildrosenprojekt NAGON16/36
  • Hans Galliker. St. Jost, EnnetbürgenImage: Hans Galliker, Wildrosenprojekt NAGON17/36
  • Hans Kneubühler. AemsigenplanggeImage: Hans Kneubühler, Wildrosenprojekt NAGON18/36
  • Heinz Buholzer. WilenImage: Heinz Buholzer, Wildrosenprojekt NAGON19/36
  • Ingrid Schär. Holzwand-Chappeli, DallenwilImage: Ingrid Schär, Wildrosenprojekt NAGON20/36
  • Ivo. Klettergarten ErgglenImage: Ivo, Wildrosenprojekt NAGON21/36
  • Jörg Näpflin. Regenrüti, EnnetbürgenImage: Jörg Näpflin, Wildrosenprojekt NAGON22/36
  • Juliane Husistein. Aawasser, OberdorfImage: Juliane Husistein, Wildrosenprojekt NAGON23/36
  • Kyra Lüthi. Wichelsee, KägiswilImage: Kyra Lüthi, Wildrosenprojekt NAGON24/36
  • Luzia Odermatt. Trüebsee, WolfenschiessenImage: Luzia Odermatt, Wildrosenprojekt NAGON25/36
  • Maria Ettlin. Wichelsee, KägiswilImage: Maria Ettlin, Wildrosenprojekt NAGON26/36
  • Martin Trüssel. Cheselenflue, KernsImage: Martin Trüssel, Wildrosenprojekt NAGON27/36
  • Monika Del Conte. St. Jakob, EnnetmoosImage: Monika Del Conte, Wildrosenprojekt NAGON28/36
  • Monika Egli. Klewenalp, BeckenriedImage: Monika Egli, Wildrosenprojekt NAGON29/36
  • Prisca Odermatt. Am See, BuochsImage: Prisca Odermatt, Wildrosenprojekt NAGON30/36
  • Regula Graf. Tierligarte, WolfenschiessenImage: Regula Graf, Wildrosenprojekt NAGON31/36
  • Romy Camenzind. Talstation Fürenalpbahn, EngelbergImage: Romy Camenzind, Wildrosenprojekt NAGON32/36
  • Rosmarie Aeschbacher. Sarneraa, AlpnachImage: Rosmarie Aeschbacher, Wildrosenprojekt NAGON33/36
  • Sandra Marti. Bödmeralp, EngelbergImage: Sandra Marti, Wildrosenprojekt NAGON34/36
  • Silvia Limacher. Sarneraa Nähe BahnhofstrasseImage: Silvia Limacher, Wildrosenprojekt NAGON35/36
  • Sonja Dillier. Stock, KernsImage: Sonja Dillier, Wildrosenprojekt NAGON36/36

Am Meldeprojekt, das die Leute dazu aufforderte, Wildrosen per Handyfoto zu melden, nahmen 126 Personen teil. Sie meldeten per Foto 827 Fundorte von Wildrosen, die sich über beide Kantone verteilen. Obwohl bei der Meldeaktion die Art der gemeldeten Wildrose keine Rolle spielte, lassen sich aufgrund der Bilder Vermutungen zur Verbreitung bestimmter Arten äussern. Ausserdem besitzen wir jetzt einen wertvollen Bilderschatz!

Herzlichen Dank allen Melder*innen!

  • Urs Wallimann. Ranft Ei, Kerns
  • Stefanie Keiser. Choltal, Emmetten
  • Susanne Häller. Am Reistweg, Stans
  • Ursula Vogel-Schwank. Sarneraa Kreuzstrasse
  • Verena Felber.
  • Vreni Schär. Ennerberg, Oberdorf
  • Yvonne Good. Landi, Stansstad
  • Yvonne Good. Wiesenberg, Dallenwil
  • Urs Wallimann. Ranft Ei, KernsImage: Urs Wallimann, Wildrosenprojekt NAGON1/8
  • Stefanie Keiser. Choltal, EmmettenImage: Stefanie Keiser, Wildrosenprojekt NAGON2/8
  • Susanne Häller. Am Reistweg, StansImage: Susanne Häller, Wildrosenprojekt NAGON3/8
  • Ursula Vogel-Schwank. Sarneraa KreuzstrasseImage: Ursula Vogel-Schwank, Wildrosenprojekt NAGON4/8
  • Verena Felber.Image: Verena Felber, Wildrosenprojekt NAGON5/8
  • Vreni Schär. Ennerberg, OberdorfImage: Vreni Schär, Wildrosenprojekt NAGON6/8
  • Yvonne Good. Landi, StansstadImage: Yvonne Good, Wildrosenprojekt NAGON7/8
  • Yvonne Good. Wiesenberg, DallenwilImage: Yvonne Good, Wildrosenprojekt NAGON8/8

Für die botanische Bestimmung und Kartierung von Wildrosen liessen sich 15 freiwillige Personen ausbilden. Sie fanden und bestimmten in den ihnen zugeteilten Gebieten 1058 Wildrosen. Die Funde umfassten 17 verschiedene Arten, wovon folgende Arten am häufigsten vertreten waren: Hunds-Rose (Rosa canina), Feld-Rose (Rosa arvensis), Langstielige Vogesen-Rose (Rosa subcanina), Alpen-Hagrose (Rosa pendulina) und Kratz-Rose (Rosa pseudoscabriuscula). Auch seltenere und gefährdete Arten wurden gefunden, darunter die Stumpfblättrige Rose (Rosa tomentella) und die Tannen-Rose (Rosa abietina).

Herzlichen Dank allen freiwilligen Kartierpersonen!

Übrigens: Für die Weiterführung der Wildrosenkartierung suchen wir noch einige zusätzliche Freiwillige. Interessierte melden sich bitte direkt bei anna.poncet@hotmail.com.

  • Ausbildung der freiwilligen Kartierleute
  • Gemeinsames Bestimmen schwieriger Wildrosen
  • Schmaler Griffelkanal von Rosa canina
  • Fransige Nebenblättchen von Rosa multiflora
  • Griffelsäulchen von Rosa arvensis
  • Abendstimmung beim Kartieren
  • Ausbildung der freiwilligen KartierleuteImage: Ursula Vogel-Schwank, NAGON1/6
  • Gemeinsames Bestimmen schwieriger WildrosenImage: Anna Poncet, NAGON2/6
  • Schmaler Griffelkanal von Rosa caninaImage: Anna Poncet, NAGON3/6
  • Fransige Nebenblättchen von Rosa multifloraImage: Anna Poncet, NAGON4/6
  • Griffelsäulchen von Rosa arvensisImage: Anna Poncet, NAGON5/6
  • Abendstimmung beim KartierenImage: Anna Poncet, NAGON6/6

Schulprojekt Wildrosen OW/NW 2020-24

Pausenplätze könnten - genau wie Privatgärten - oft viel mehr Raum bieten für das Leben in seiner Fülle: Wildrosen, einheimische Sträucher und Wildstauden, welche mit ihren Zweigen, Blüten und Früchten Vögeln, Eidechsen, Schmetterlingen, Wildbienen und vielen weiteren Tieren ein Zuhause und Nahrung bieten. Mit Hilfe von Schulklassen werten wir die Umgebung von Schulhäusern naturnah auf und schaffen Lebensräume für viele einheimische Tiere und Pflanzen.

Wir suchen Schulklassen, welche sich mit dem Thema Biodiversitätsförderung auseinandersetzen möchten. Für diese erarbeiten wir stufengerechte pädagogische Unterlagen, mit welchen die Lehrpersonen in den Klassen arbeiten können. Sie dienen zur Vorbereitung für die Exkursion und den Arbeitseinsatz. Unter Leitung einer Fachperson lernen die Schülerinnen und Schüler auf einer Exkursion den Lebensraum von Wildrosen und weiteren Pflanzen- und Tierarten kennen. Sie erwerben sich dabei Kenntnisse über die Wechselbeziehungen in einem Ökosystem, die Bedeutung der Artenvielfalt, den landschaftlichen Wert und die Gefährdung dieser Lebensräume. Mit dem Sympathieträger Wildrose möchten wir möglichst viele Schülerinnen und Schüler für diese Lebensräume sensibilisieren. Damit die landschaftlichen Strukturelemente nicht allesamt weggeputzt und wegrationalisiert werden, braucht es einen Wertewandel. Indem wir die positive Wahrnehmung solcher Orte und Arten fördern, schaffen wir die Voraussetzung für mehr Biodiversität

Wir beraten die Schulklassen, wo und wie vor der Haustüre bzw. auf dem Schulhausgelände auf einfache Art und Weise naturnahe Lebensräume geschaffen werden können (Wildrosen und Sträucher pflanzen, Magerwiesen und Kleinstrukturen anlegen). Eine Fachperson koordiniert mit allen Beteiligten den Arbeitseinsatz (Schulleitung, Lehrpersonen, Gemeinderat, Schulhausabwart, Schulkommission, Schülerinnen und Schüler). Sie evaluiert zusammen mit den Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern die geeigneten Standorte, organisiert Pflanzen, Material, Werkzeug sowie eine kleine Verpflegung. Sie begleitet den Arbeitseinsatz und erstellt einen einfachen Pflegeplan. Um möglichst viele Leute darauf aufmerksam zu machen, ist die Fachperson besorgt, dass in verschiedenen Medien darüber berichtet wird (Zeitungen, Radio).

Das Projekt soll länger dauern, d.h. wir beginnen dieses Jahr mit 1 bis 2 Schulhäusern und setzen es in den nachfolgenden vier Jahren fort. Ziel sind 10 Schulhäuser. Mit der Schaffung von Anschauungsobjekten soll ein Schneeballeffekt für das weitere Siedlungsgebiet erreicht werden.

Interessierte Lehrpersonen melden sich bei: u.vogel.schwank@bluewin.ch

  • Blütenpracht im Naturgarten
  • Schulareal vor der Aufwertung
  • blühende Wildrose
  • Blütenpracht im NaturgartenImage: NAGON, Ursula Vogel-Schwank1/3
  • Schulareal vor der AufwertungImage: NAGON2/3
  • blühende WildroseImage: NAGON3/3

Logo 25 Jahre NAGON

1995 - 2020: 25 Jahre NAGON

Jubiläumsjahr 2020

Warum ausgerechnet Wildrosen?

Wildrosen bieten mit ihren stacheligen Zweigen vielen Kleintieren Unterschlupf und Nistmöglichkeit. Ihre Blüten sind eine wichtige Nektar- und Pollenquelle für Insekten, und ihre Früchte (die Hagebutten) werden bis weit in den Winter hinein von Vögeln und Kleinsäugern gefressen.

Wildrosen wachsen gern in Gebüschen, an Stallwänden, Bördern und Gartenzäunen, auf Felsblöcken, Steinhaufen oder kiesigen Vorplätzen. Solche Orte empfinden wir manchmal als etwas unordentlich. Sie bringen aber Abwechslung und Struktur in Landschaft und Siedlungsgebiet und sind deshalb für die Biodiversität sehr wichtig. Dort, wo Wildrosen blühen, gedeiht das Leben in seiner Vielfalt!

die aktuelle Version zum Download: